Und dann ist sie läufig


Loulou ist mittlerweile schon 7 Jahre alt und es war für uns immer klar, dass sie sofern sie keine Probleme bekommt, nicht kastriert wird. Wir (auch Gandhi) kommen sehr gut damit klar, dass sie einmal jährlich läufig wird. 
Für sie selbst ist es natürlich auch von Vorteil diese Phase im Leben einer Hündin nur einmal jährlich durchlaufen zu müssen. Wie bei uns Menschen auch, muss der Körper in dieser Zeit viel leisten, da ist es selbstverständlich, dass man etwas mehr Ruhe braucht. 
Wenn man sich für eine Hündin entscheidet, weiß man, dass diese früher oder später läufig wird. Als Besitzer ist man ein Leben lang für dieses Tier zuständig. Man weiß vorher, auf welche Verantwortung man sich einlässt. Einmal bzw. zweimal im Jahr aufpassen kann man dann auch. 
Eine Kastration kommt für mich (egal ob Rüde oder Hündin) deshalb nur aus medizinischer Sicht infrage und nicht aufgrund eigener Bequemheit. 
Gandhi ist ein Tierschutzhund und kam schon kastriert zu uns. Aus dieser Sicht auch völlig nachvollziehbar. 


Tag 1 - 10 

Die ersten, blutigen Tage sind bei Loulou dieses Jahr wieder problemlos verlaufen. Natürlich merkt man es ihr an. Sie ist eher schlapp, sehr schmuse- und kuschelbedürftig und wird beim Fressen wieder mäkelig. 


Tag 11 / 12 

Loulou wird zunehmend unruhiger mit Winseln und nach draußen wollen. Extra viel Schnüffeln ist angesagt. Die heiße Phase beginnt also. Besonderes gut aufpassen ist dann angesagt. 
Auch Gandhi macht Andeutungen und will seiner Loulou besonders gut gefallen. 
Loulou bekommt dann, um ihr die "heiße Phase" angenehmer zu gestallten, Globuli. Damit kommt sie gut zurecht. (fragt dazu am Besten euren Tierarzt oder Tierheilpraktiker was das richtige für euren Vierbeiner ist- nicht jeder Hund ist gleich) 
Sie ist nämlich sehr weinerisch und setzt sich heulend vor die Haus- oder Balkontür. 


Tag 13/14

Die heiße Phase ist immer noch aktuell und Loulou würde auch, wenn sie dürfte auf die Suche nach geeigneten Partnern gehen. Denn Gandhi ist ihr "nicht gut genug". Sie nimmt ja wahr, dass er kastriert ist. Obwohl er sich dieses mal besonders auffällig zum Affen macht. Und man ihm auch mal deutlich sagen muss, dass er Loulou in Ruhe lassen soll. Bis zu einem gewissen Punkt lässt sie ihn nämlich machen, aber wehe er geht einen Schritt zuweit. 

Tag 15 - 21

Ab da wurde es bei uns wieder etwas ruhiger. Trotzdem bleibt Loulou auch in dieser Zeit noch an der Leine. Wir wollen ja schließlich nichts riskieren. 
Und dann ist der "Spuk" auch schon wieder vorbei. 




Scheinträchtigkeit

Auch das gehört zu einer Läufigkeit dazu. Bei der einen Hündin fällt sie stärker aus, bei der anderen weniger stark. Bei Loulou war es soweit ich mich erinnern kann, einmal etwas schlimmer. Aber auch mit Globuli und Kuscheltierverbot gut in den Griff zu bekommen und für mich absolut kein Grund für eine Kastration. 


Für uns sind die drei Wochen mittlerweile zum Alltag geworden. Wir haben uns auf die Bedürfnisse beider Hunde in der Zeit eingestellt und können das Verhalten gut einordnen, so dass beide problemlos durch die Läufigkeit kommen. 


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Sommer - Sonne - Pfötcheneis

Mein Bett - Dein Bett - Unser Bett

Kroatien mit Hund - 1 Woche auf Krk